SPD-Fraktion steht beim Thema Jugendbeteiligung weiter auf der Bremse

05. Juli 2017  Uncategorized

Die SPD-Fraktion hat auf der heutigen Sitzung des Sozialausschusses den Fahrplan zur weiteren Beratung des Themas „Jung sein in M-V“ blockiert. Das SPD-Verständnis von Jugendbeteiligung entpuppt sich zunehmend als Trauerspiel. Im Koalitionsvertrag hatten sich SPD und CDU darauf geeinigt, die demokratische Jugendbeteiligung zu stärken. Davon ist in der Realität nichts zu spüren. Anfang des Jahres lehnte die SPD-Fraktion die u.a. vom Landesjugendring geforderte Enquete Kommission ‚Jung sein in M-V‘ ab und verweigerte damit eine Bestandsaufnahme und intensive Befassung mit der Lage und den Perspektiven junger Menschen in M-V. Der Sozialausschuss einigte sich auf die Schmalspur-Variante von Jugendanhörungen zu einzelnen Themen. Doch auch hier bremst die SPD weiter – zunächst thematisch durch Ablehnung des Themas Kinder- und Jugendarmut und heute durch Nichtbeachtung der vorgesehenen Zeitplanung. Mitte September 2017 sollte die erste Anhörung stattfinden. Doch daraus wird nichts,  denn die SPD meldete dubiosen Klärungsbedarf etwa hinsichtlich der Berichterstattung an. Offenbar haben die Koalitionäre kein Interesse an der Meinung junger Menschen, deren Interessen und Erfordernissen. Das Engagement der Jugendlichen wird abgebügelt. Meine Fraktion fordert ein Umdenken, direkte Beteiligung und vor allem Respekt vor der jüngeren Generation.

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Herausforderung angenommen — Amtsjugendpflege im ländlichen Raum

05. Juli 2017  Uncategorized

Seit 5 Monaten ist Teresa von Jan Amtsjugendpflegerin des Amtes Grabow – Grund für mich als kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag MV sich über erste Erfahrungen und Eindrücke bezüglich der besonderen Herausforderungen, die mit der Amtsjugendpflege im ländlichen Raum verbunden sind, zu informieren.

Jacqueline Bernhardt und Teresa von Jan

Als ‚Auswärtige’ muss ich neue Wege finden, das Vertrauen von Jugendlichen zu gewinnen. Denn Kinder- und Jugendarbeit basiert auf Vertrauen untereinander. Eine Herausforderung, der ich mich gerne stelle,“ so Teresa von Jan. Frau von Jan weist darauf hin, dass Kinder- und Jugendarbeit im ländlichen Raum nicht nach ‚Schema F’ funktioniert, sondern das jede Region ihre eigenen Herausforderungen und Stärken hat. „Wichtig ist eine aussagekräftige Sozialraumanalyse. Während beispielsweise in Regionen mit Jugendklubs und einer aktiven Vereinsstruktur vor allem Koordinierungsaufgaben zu bewältigen sind, müssen in anderen Regionen oftmals erst einmal Strukturen aufgebaut und Projekte initiiert werden. Dabei ist es hilfreich an bestehenden Projekten, Strukturen und Events anzuknüpfen. Zum Beispiel durch Ideenwerkstätten können Wünsche und Erwartungshaltungen der beteiligten Gruppen, – seien es Erwachsene oder Kinder und Jugendliche –, in Erfahrung gebracht werden. Sie mitzunehmen und ihre Ziele zu erfahren ist mir ein wichtiges Anliegen,“ so Teresa von Jan.

Die Wege, wie Frau von Jan an ihre Arbeit herangeht, beeindrucken mich zutiefst. Menschen mitzunehmen, ihre Ziele in den Vordergrund zu stellen — das ist in der heutigen Zeit wichtig.

Jacqueline Bernhardt u. Teresa von Jan

Auch der von Frau von Jan in Balow begleitete Kinderrat für Kinder im Grundschulalter ist aus meiner Sicht der richtige Weg, um Kinder und Jugendliche von klein auf miteinzubeziehen und ihnen demokratische Prozesse altersgerecht nahezubringen. In einer Demokratie muss man lernen, Mehrheitsentscheidungen zu akzeptieren und mitzubekommen, dass Entscheidungen auch manchmal etwas länger brauchen, damit alle Interessen einbezogen werden können. Damit kann gar nicht früh genug begonnen werden. Gute Beispiele dafür gibt es schon in Kindertageseinrichtungen. Dies auch im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit zu vermitteln, ist ein richtiger Schritt.

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Jugendanstalt Neustrelitz auch für erwachsene Straftäter nutzen

04. Juli 2017  Uncategorized

Die Forderungen des Leiters der Jugendanstalt Neustrelitz, Bernd Eggert, seine Einrichtung auch erwachsene Straftäter aufnehmen zu lassen, ist meiner Meinung nach vernünftig. Voraussetzung dafür ist selbstverständlich eine räumliche Trennung von den jugendlichen Insassen. Hauptargument für eine solche Vorgehensweise sollte aber nicht die Auslastung der Anstalt sein, sondern die effiziente Nutzung ihrer Möglichkeiten zur Resozialisierung junger Erwachsener. Die Jugendanstalt Neustrelitz verfügt über ein hervorragendes Angebot an Ausbildungs- und Beschäftigungsplätzen. Von diesem Angebot könnten auch junge erwachsene Straftäter ohne Ausbildung profitieren, da berufliche Perspektivlosigkeit unbestritten eine Ursache für deren Kriminalität.

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Kita-Fachkräfte-Sicherung von SPD und CDU ist unausgegoren

28. Juni 2017  Uncategorized

Bei der heutigen Beschlussfassung zur Änderung desKindertagesförderungsgesetzes KiföG M-V im Sozialausschuss erwirkten SPD und CDU die mit der Einführung des praxisintegrierten Ausbildungsgangs (PiA) verbundene Aufweichung des Fachkräftegebotes. Meine Fraktion stimmte gegen den Gesetzentwurf, da er trotz nachträglicher Änderungen nicht deutlich an Qualität gewonnen hat. Es ist unverantwortlich, ein solch unausgegorenes Gesetz, bei dem so viele Fragen offen bleiben, auf den Weg zu schicken.

Ungeklärt sind noch immer die Rahmenbedingungen für die Tätigkeit der Mentorinnen und Mentoren. Die Fachkräfte werden dadurch eine enorme Mehrbelastung erfahren, ohne dass sie entsprechend vergütet, freigestellt oder weitergebildet werden. Auch die angestrebte berufsbegleitende Weiterqualifizierung der PiA-Auszubildenden zu Staatlich anerkannten Erzieherinnen und Erziehern bleibt offen. Mit den unterschiedlichen Bedingungen für die Ausbildungsgänge wird zudem eine „Zwei-Klassen-Ausbildung“ geschaffen. Die PiA-Auszubildenden werden vergütet, die Azubis in bewährten Ausbildungsgängen nicht. Das Modell führt zudem zu unterschiedlichen Qualifizierungen, Bezahlung und Einsatzmöglichkeiten im Berufsleben. Das kann nicht im Sinne einer bestmöglichen Qualität sein. Es bleibt zudem dabei, dass auch Physiotherapeuten, Logopäden und Hebammen als pädagogische Fachkräfte voll zum Einsatz kommen und auf den Fachkraft-Kind-Schlüssel angerechnet werden. Voraussetzung ist lediglich eine Grundqualifizierung und ein Praktikum. Auch dies ist nicht im Sinne des Fachkräftegebots.

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Jugend fragt nach – Linksfraktion antwortet

23. Juni 2017  Uncategorized

Vom 26. bis 28. Juni 2017 findet im Schweriner Schloss das Beteiligungsprojekt „Jugend fragt nach“ statt.

Die Stimme von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen muss gehört werden und unmittelbar in die politische Arbeit einfließen. Diese Forderung vertritt die Linksfraktion seit Jahren. Beteiligungsprojekte für junge Menschen sind hervorragend geeignet, um die junge Generation einzubinden und gesellschaftlich, sozial und politisch mitgestalten zu lassen. Die Jugendlichen sind die besten Experten für ihre Interessen.
Dass dies im Landtag Mecklenburg-Vorpommern – der Wiege von Gesetzgebung und politischen Entscheidungen für unser Bundesland stattfindet – ist der Sache angemessen und nur zu begrüßen. In diesem Jahr werden voraussichtlich 40 Jugendliche aus unserem Bundesland sowie fünf Jugendliche aus Polen an dem Kooperationsprojekt des Landesjugendrings M-V und des Landtages teilnehmen. Abgeordnete der Linksfraktion werden selbstverständlich wieder bei einzelnen Programmpunkten von „Jugend fragt nach“  dabei sein, sich den Fragen der jungen Menschen stellen und mit ihnen über aktuelle politische Themen diskutieren. Die Interessen und Forderungen von Kindern und Jugendlichen müssen auch außerhalb dieser Projekte stets im Blickpunkt des Landtages sein.

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