Erklärung der Jugendausschussmitglieder vom 14.5.2012

22. Mai 2012  Uncategorized

Am 14.05.2012 trafen sich Jugendhilfeausschussmitglieder der Linken und verabschiedeten folgende Erklärung:

Erklärung der Mitglieder der Linken in den Jugendhilfeausschüssen der Landkreise und kreisfreien Städte in MV

Kinder- und Jugendarbeit in MV dauerhaft und nachhaltig sichern!

Seit Jahren ist die Anzahl der 10- bis 26-jährigen Kinder und Jugendlichen in Mecklenburg-Vorpommern rückläufig. Gab es im Jahr 2005 in M-V noch 359.702 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 bis 26 Jahren, so sind es im Jahr 2012 nur noch 253.051 Kinder und Jugendliche und 2018 werden es nur noch 201.465 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 26 Jahren sein.

Weniger Kinder und Jugendliche bedeuten weniger Landesmittel für die Förderung der öffentlichen und freien Träger der Jugendhilfe nach dem KJFG M-V und somit weniger finanzielle Mittel für die Kinder- und Jugendarbeit.

Dem gegenüber werden die Problemlagen der Kinder und Jugendlichen in Mecklenburg-Vorpommern in der Summe nicht weniger und im Einzelfall komplexer und vielschichtiger.

Dem kann nur durch eine hochwertige Kinder- und Jugendarbeit in den Landkreisen und kreisfreien Städten begegnet werden.

Die Landkreise und kreisfreien Städte sind aber aus eigener Kraft nicht in der Lage, die zurückgehenden Landesmittel zu ersetzen.

Das führt unter anderem dazu, dass

• insbesondere im ländlichen Raum immer weniger Bildungs- und Freizeitaktivitäten in immer größeren Entfernungen angeboten werden können,

• sportliche, soziale, kulturelle Angebote in den Städten durch Jugendliche aus ländlichen Gebieten weniger angenommen werden können, da die Verkehrsverbindungen im Regelfall fehlen, insbesondere in den Abendstunden,

• der Aufbau und der Erhalt sozialer Netzwerke erschwert und die Entfaltung sozialer Kompetenzen beeinträchtigt wird.

Diese Situation wird zusätzlich dann problematisch, wenn Angebote der Kinder- und Jugendarbeit fehlen und rechtsextreme und rechtsgerichtete Organisationen diese Lücken auszufüllen versuchen.

Die Mitglieder der Linken in den Jugendhilfeausschüssen der Landkreise und kreisfreien Städte in MV nehmen dies nicht hin. Die Kinder- und Jugendarbeit in Mecklenburg-Vorpommern muss – unabhängig von der Anzahl der Kinder und Jugendlichen – dauerhaft und nachhaltig gesichert werden.

Eine Grundlage dafür ist das KJFG des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Dieses Gesetz muss grundlegend novelliert werden. Die Mitglieder der Linken in den Jugendhilfeausschüssen der Landkreise und kreisfreien Städte in MV fordern die Landesregierung auf, bis zur Novellierung des KJFG MV die Landesförderung nicht mehr an die Anzahl der 10- bis 26-jährigen Kinder- und Jugendlichen zu koppeln, sondern die Förderung auf dem Niveau des Jahres 2011 festzuschreiben und die notwendige Novellierung des Gesetzes zügig voranzutreiben.

Die Mitglieder der Linken in den Jugendhilfeausschüssen der Landkreise und kreisfreien Städte in MV fordern die Landesregierung und die Koalition von SPD und CDU auf, sich selber ernst zu nehmen und ihre Empfehlung aus dem Kinder- und Jugendbericht umgehend umzusetzen.

Rostock, den 14. Mai 2012

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