Arbeit der Familienhebammen würdigen und Angebote gezielt einsetzen

19. April 2018  Uncategorized

Es ist fraglich, ob das zehnjährige Jubiläum des Landesprogramms Familienhebammen tatsächlich Anlass für Sozialministerin Stefanie Drese sein sollte, in Jubel auszubrechen. Bei der jüngsten Antwort auf meine Kleine Anfrage „Einsatz von Familienhebammen sowie Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen 2017“ (Drs. 7/1796) bleibt einem das Jubeln eher im Halse stecken.

Die Zahl der Familienhebammen stagniert, die Probleme in den Familien werden jedoch immer vielschichtiger. Die Landesregierung selbst verweist in etwa auf die Zunahme der Zahl von Kindern mit psychisch kranken Eltern sowie Familien, die aus ihrer Heimat flüchten mussten. Vor diesem, aber auch vor dem Hintergrund steigender Geburtenzahlen ist stark zu bezweifeln, dass die durch Familienhebammen geleisteten Honorarstunden von durchschnittlich nicht mehr als 28 Stunden pro Woche in den Kreisen und kreisfreien Städten ausreichen, die tatsächlichen Bedarfe im Bereich der Frühen Hilfen zu decken. Die Landesregierung kann aktuell keine Angaben zur genauen Anzahl der betreuten Familien machen, geschweige denn zur Gesamtzahl der Familien, die Hilfe und Unterstützung dringend benötigen. Es ist verantwortungslos, dass es weder im Bund noch im Land verwertbare Erhebungen über die Bedarfe gibt, und so wirksame Hilfe womöglich ins Leere läuft.

Die Landesregierung muss hier gegensteuern und die Bedarfe vor Ort ermitteln. Nur so können Angebote gezielt helfen und greifen. Falls erforderlich muss das Land zusätzliche Familienhebammen ausbilden und deren Lage insbesondere bei der Risiko- und Krankenversicherung deutlich verbessern.

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