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Höchste Zeit für Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe

05. Oktober 2015  Uncategorized

Das vorliegende Angebot zur vorläufigen Einigung zwischen der Gewerkschaft Verdi und den kommunalen Arbeitgebern zur Verbesserung der Situation von Erzieher- und Sozialdienstberufen unterscheidet sich nicht grundlegend von dem Ergebnis im Sommer, das von den Beschäftigten abgelehnt wurde. Dennoch bewirkten die Nachverhandlungen leichte Verbesserungen. Was jedoch viel entscheidender ist: Es wurde eine öffentliche Debatte über eine generelle Aufwertung der Erzieher- und Sozialdienstberufe in Gang gebracht. Dafür war es höchste Zeit.

In M-V sind es insbesondere die Erzieherinnen und Erzieher in den kommunalen Kindertagesstätten, die um eine Aufwertung ihrer Leistungen kämpfen. Immer noch herrschen große Unterschiede im Verdienst zwischen kommunalen und freien Trägern, immer noch gibt es zu wenige Männer in dem Beruf. Letzteres liegt in der fehlenden Anerkennung des Berufsbildes, die sich auch in dem geringen Verdienst niederschlägt.

Erzieherinnen und Erzieher leisten tagtäglich engagiert eine sehr wertvolle Arbeit. Aber es sind die Rahmenbedingungen, die nicht stimmen – gerade hier in M-V. So haben wir die schlechtesten Betreuungsschlüssel bundesweit, und die Bezahlung hinkt immer noch hinterher. Dabei betonen alle Politikerinnen und Politiker, egal welcher Couleur, dass nur durch eine gute Bildung, die in der Krippe beginnt, Kinder vergleichbare Chancen bei ihrem späteren Lebensweg haben. Für eine gute Bildung sind qualifizierte Erzieherinnen und Erzieher unerlässlich, die eben auch angemessen bezahlt werden müssen.

Die Beschäftigten entscheiden nun, ob sie das Ergebnis mittragen. So oder so, es kann nur ein Zwischenschritt zur tatsächlichen Aufwertung der Erzieher- und Sozialdienstberufe sein.

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Landesregierung gefährdet Fachkräftegebot

27. September 2015  Uncategorized

Am Freit wurde in der Landtagssitzung der Antrag der Linksfraktion „Ausbildungsplatzplanung für Erzieherinnen und Erzieher M-V an aktuelle Entwicklungen anpassen“ mit Mehrheit von SPD und CDU abgelehnt.

Damit verschließt nicht nur die Landesregierung die Augen vor der Tatsache, dass die bestehende Ausbildungsplanung für Erzieherinnen und Erzieher in Kitas den Fachkräftebedarf nicht abdecken kann. Expertenmeinungen werden in den Wind geschlagen, und auch die Erzieherinnen und Erzieher werden ignoriert. In der gegenwärtigen Planung werden aktuelle Entwicklungen, wie die Herausforderungen bei der Inklusion oder auch die steigende Zahl der Flüchtlingskinder, nicht ausreichend berücksichtigt.

Die Ausbildung an den Fachschulen des Landes kann gegenwärtig den tatsächlichen Bedarf an Personal nicht decken. Von den derzeit 350 Absolventen gehen lediglich geschätzte 65 Prozent überhaupt in die frühkindliche Bildung, sprich in die Kita. Wir brauchen verlässliche Daten darüber, wie viele überhaupt dort ankommen. Zum anderen müssen die Arbeitsbedingungen verbessert werden. Bezahlung unter Tarif, meist in Teilzeit – das ist für Berufsanfänger wenig attraktiv. Neue Streiks der Erzieherinnen und Erzieher kündigen sich deshalb bereits wieder an.

Wir drehen uns bei diesem Thema schon viel zu lange im Kreis, und das geht zu Lasten der Beschäftigten und der Qualität der frühkindlichen Bildung für alle Kinder. Deshalb appellieren wir erneut an die Landesregierung und die Träger, hier rasch tätig zu werden, die Ausbildungsplatzplanung den Erfordernissen anzupassen, die Übergangsquote zu verbessern und dafür Sorge zu tragen, dass die Absolventen hier im Land bleiben. Die Nachfrage nach qualifiziertem Personal ist bundesweit hoch. Der Fachkräftenachwuchs wird weiterhin dorthin abwandern, wo es die besten Angebote zum Arbeiten und Leben gibt.

Claudia Schreyer

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Kinder willkommen. Zeichen setzen gegen Armut und Ausgrenzung!

16. September 2015  Uncategorized

Anlässlich des Weltkindertages am Sonntag, dem 20. September 2015, der in diesem Jahr unter dem Motto „Kinder willkommen“ steht, veranstaltet das Netzwerk „Ene mene muh und raus bist Du . . . aber nicht bei uns!“ gemeinsam mit vielen Helfern und Sponsoren am Freitag, den 18. September 2015 ein Kinderfest in Schwerin. Das Fest „Sport, Spiel und Spaß für alle Kinder“ findet statt auf dem Bauspielplatz Schwerin, Marie-Curie-Str. 5d, in der Zeit zwischen 15:00 und 18:30 Uhr.

Wir wollen mit dem Fest, auf dem alle Kinder herzlich willkommen sind, ein weiteres Zeichen setzen, um auf die herrschende Kinderarmut aufmerksam zu machen. Weltweit, bundesweit und hier in M-V müssen viel zu viele Kinder in Armut leben, weil die Eltern kein oder nur ein geringes Einkommen haben. M-V nimmt mit einem Armutsrisiko von 33, 5 Prozent bundesweit eine traurige Spitzenposition ein. Jedes dritte Kind lebt in einer Familie, die weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens zur Verfügung hat. In der Folge sind die betroffenen Kinder und Jugendlichen von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen, sie haben geringere Bildungschancen und sind häufiger krank.

Dabei haben alle Kinder Rechte, die international auf höchster Ebene verankert sind. Jungen und Mädchen haben ein Recht auf Überleben, persönliche Entwicklung und Beteiligung sowie auf Schutz vor Gewalt und Ausbeutung. Diese Rechte und das Kindeswohl müssen endlich die erforderliche Aufmerksamkeit in Politik und Gesellschaft erfahren. Ausdrücklich muss dies auch für die Flüchtlingskinder gelten, die derzeit verstärkt zu uns kommen.

Wir freuen uns über weitere Unterstützerinnen und Unterstützer sowie über jede und jeden, der sich gegen Kinderarmut stark macht. Infos gibt es auf unserer Kampagnen-Homepage www.raus-bist-du.de, facebook.com/enemenemuh sowie auf dem Blog Ene meine muh…und raus bist du? unter www.originalsozial.de/blog.

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Stiftungsgelder müssen vollständig Frauen und Familien zugutekommen

09. September 2015  Uncategorized

Zur Kritik des Landesrechnungshofes (LRH) an der Landesstiftung „Hilfen für Frauen und Familien“ bleibt festzustellen, dass es schier unglaublich ist, welche Nachlässigkeiten der LRH bei der Aufsicht und Kontrolle über die Landesstiftung in den vergangenen Jahren festgestellt hat. Danach haben Stiftungsorgane ihre Aufgaben vernachlässigt und Geld, das Frauen und Familien zustand, nicht zweckentsprechend verwendet. Anstatt die Mittel etwa unverschuldet in Not geratenen Alleinerziehenden zur Verfügung zu stellen, wurde das Anlagevermögen der Stiftung erhöht. Über die Jahre wurden so bedürftigen Familien und Frauen 800 000 Euro entzogen.

Den Koalitionsfraktionen ist die Zweckentfremdung dieser Gelder offenbar egal. Sie haben heute im Sozialausschuss den Antrag meiner Fraktion abgelehnt, der die Landesregierung auffordert, darauf hinzuwirken, dass die Gelder künftig zweckentsprechend eingesetzt werden.

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Besuch beim Dorfvolleyball in Conow

06. September 2015  Uncategorized

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Auf Einladung der Seniorensportgruppe Conow unter der Leitung von Genossin Brigitte Kunze besuchte Jacqueline Bernhardt heute das 19.Conower Straßenvolleyballturnier. Das halbe Dorf war unterwegs um selbst mitzuspielen oder auch um anzufeuern. Fünf Mannschaften kämpften um die von Jacqueline Bernhardt gesponserten Pokale und den Hauptpreis, einen neuen Volleyball. Im Vordergrund stand jedoch für alle Teilnehmer die Gemeinsamkeit der Dorfbewohner bei Spiel und Spaß. Bei Kaffee, Kuchen und Bratwurst ließen es sich Alt und Jung gut gehen an diesem Nachmittag. Diesen Gemeinschaftssinn der Conower würdigte Jacqueline auch in ihrem kurzen Gruß an die Turnierteilnehmer.
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