Kuddelmuddel bei den Familienerholungsmaßnahmen endlich beenden

15. Oktober 2015  Uncategorized

In der gestrigen Sozialausschusssitzung kündigte das Sozialministerium an, bis Ende des Jahres die Richtlinie über die Regelungen von Familienerholungsmaßnahmen zu veröffentlichen.

Es ist höchste Zeit, dass diese Richtlinie endlich kommt, meine Fraktion fordert seit langem, dass das Kuddelmuddel und die Stigmatisierung von Familien mit geringem Einkommen ein Ende haben. Über ein Jahr dauerte der skandalöse Zustand, dass die Mittel für Familienerholungsmaßnahmen ohne eine gültige Richtlinie ausgereicht wurden.

Durch die neue Förderrichtlinie der Landesregierung sollen künftig Familien, die auf staatliche Leistungen angewiesen sind, und Familien mit niedrigen bzw. sehr niedrigen Einkommen, unterstützt werden.

Es ist dringend erforderlich, dass Familienerholungsmaßnahmen weiter gefördert und vor allem besser bekannt gemacht werden. Es ist gut, dass die ursprünglichen Pläne, diese Unterstützung für arme Familien zu streichen, vom Tisch sind. Drei von vier Kindern, die in Hartz-IV-Familien leben, können nicht einmal einen einwöchigen Urlaub mit ihren Eltern machen. Aber auch arme Kinder brauchen Urlaub und Erholung.

Wir erwarten, dass die Mittel künftig einkommensschwachen Familien möglichst unbürokratisch zur Verfügung stehen.

Um Artikel über soziale Netzwerke weiterzuverbreiten, müssen Sie diese aktivieren - für mehr Datenschutz.

11. Oktober 2015  Uncategorized

AWO 09.10.2015
Beim AWO- Kreisverband Ludwigslust-Parchim informierten sich am Freitag, den 09.10.2015, die Landtagsabgeordnete Jacqueline Bernhardt und Melitta Rock, Vorsitzende der Stadtfraktion DIE LINKE über den aktuellen Stand der Flüchtlingsbetreuung im Landkreis. Die Kreisgeschäftsführerin, Frau Dr. Bockmeyer und die Teamleiterin der AWO- Flüchtlingsbetreuer, Frau Finger stellten sehr konkret und sachlich die derzeitigen Probleme dar. Dabei konnten sich die beiden Kommunalpolitikerinnen ein reales Bild über die momentanen Flüchtlingszahlen und die Hauptprobleme bei deren Betreuung machen. Man vereinbarte, miteinander im Kontakt zu bleiben, um beim Auftreten von Problemen schneller und gezielter an die zuständigen Stellen in der Kreisverwaltung oder auch in der Landesverwaltung herantreten zu können.

Um Artikel über soziale Netzwerke weiterzuverbreiten, müssen Sie diese aktivieren - für mehr Datenschutz.

Abwärtsspirale bei der Kinder- und Jugendarbeit muss gestoppt werden

11. Oktober 2015  Uncategorized

Auf Antrag der Linksfraktion fand am Mittwoch, den 07.102.2015, im Sozialausschuss des Landtags eine Anhörung zur Zukunft der Kinder- und Jugendarbeit statt. Mit Blick auf die laufenden Beratungen zum Doppelhaushalt 2016/2017 war es wichtig, die Fachleute zur Zukunft der Kinder- und Jugendarbeit zu hören. Diese fanden deutliche Worte und lieferten einen vernichtenden Lagebericht. Obwohl die Landesregierung immer wieder das Kinderland M-V beschwört, ist die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit rückwärtsgewandt. Erneut werden im Haushaltsentwurf die Gelder dafür gekürzt, anstatt sich den Herausforderungen zu stellen. So werden keine Weichen für die Zukunft gestellt, das von der Landesregierung selbst gesteckte Ziel, die Jugend- und Schulsozialarbeit abzusichern, wird ebenfalls nicht erreicht.

Die Finanzierung über den Europäischen Sozialfonds (ESF) führt zu einem hohen Verwaltungsaufwand und zu Arbeitsverträgen nicht über ein Jahr hinaus. Zudem bleiben die Angebote der offenen Jugendarbeit völlig unberücksichtigt. Alle angehörten Landkreise können aufgrund ihrer klammen Kassen die Angebote der Jugendarbeit nur noch im Bestand sichern. Von einem bedarfsgerechten Ausbau sind die Kreise und kreisfreien Städte weit entfernt.

Die Anhörung hat den tatsächlichen Handlungsbedarf deutlich gemacht: Das Kinder- und Jugendförderungsgesetz M-V (KJFG) ist nach 18 Jahren dringend zu novellieren und den tatsächlichen Gegebenheiten anzupassen. Will die Landesregierung ihrem eigenen Anspruch gerecht werden, muss sie unverzüglich einen Gesetzentwurf vorlegen. Bis das KJFG auf zukunftssicheren Beinen steht, wird meine Fraktion in den Haushaltsberatungen auf Verbesserungen drängen. So werden wir etwa die Einführung eines Sockelbetrages aus Landesmitteln für Kinder und Jugendliche beantragen. Ebenso werden wir beantragen, die Jugendberufshilfe aufzustocken. Wenn die Landesregierung die Einführung von Jugendberufsagenturen fordert, dann muss sie dies auch finanziell untersetzen.

Um Artikel über soziale Netzwerke weiterzuverbreiten, müssen Sie diese aktivieren - für mehr Datenschutz.

Höchste Zeit für Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe

05. Oktober 2015  Uncategorized

Das vorliegende Angebot zur vorläufigen Einigung zwischen der Gewerkschaft Verdi und den kommunalen Arbeitgebern zur Verbesserung der Situation von Erzieher- und Sozialdienstberufen unterscheidet sich nicht grundlegend von dem Ergebnis im Sommer, das von den Beschäftigten abgelehnt wurde. Dennoch bewirkten die Nachverhandlungen leichte Verbesserungen. Was jedoch viel entscheidender ist: Es wurde eine öffentliche Debatte über eine generelle Aufwertung der Erzieher- und Sozialdienstberufe in Gang gebracht. Dafür war es höchste Zeit.

In M-V sind es insbesondere die Erzieherinnen und Erzieher in den kommunalen Kindertagesstätten, die um eine Aufwertung ihrer Leistungen kämpfen. Immer noch herrschen große Unterschiede im Verdienst zwischen kommunalen und freien Trägern, immer noch gibt es zu wenige Männer in dem Beruf. Letzteres liegt in der fehlenden Anerkennung des Berufsbildes, die sich auch in dem geringen Verdienst niederschlägt.

Erzieherinnen und Erzieher leisten tagtäglich engagiert eine sehr wertvolle Arbeit. Aber es sind die Rahmenbedingungen, die nicht stimmen – gerade hier in M-V. So haben wir die schlechtesten Betreuungsschlüssel bundesweit, und die Bezahlung hinkt immer noch hinterher. Dabei betonen alle Politikerinnen und Politiker, egal welcher Couleur, dass nur durch eine gute Bildung, die in der Krippe beginnt, Kinder vergleichbare Chancen bei ihrem späteren Lebensweg haben. Für eine gute Bildung sind qualifizierte Erzieherinnen und Erzieher unerlässlich, die eben auch angemessen bezahlt werden müssen.

Die Beschäftigten entscheiden nun, ob sie das Ergebnis mittragen. So oder so, es kann nur ein Zwischenschritt zur tatsächlichen Aufwertung der Erzieher- und Sozialdienstberufe sein.

Um Artikel über soziale Netzwerke weiterzuverbreiten, müssen Sie diese aktivieren - für mehr Datenschutz.

Landesregierung gefährdet Fachkräftegebot

27. September 2015  Uncategorized

Am Freit wurde in der Landtagssitzung der Antrag der Linksfraktion „Ausbildungsplatzplanung für Erzieherinnen und Erzieher M-V an aktuelle Entwicklungen anpassen“ mit Mehrheit von SPD und CDU abgelehnt.

Damit verschließt nicht nur die Landesregierung die Augen vor der Tatsache, dass die bestehende Ausbildungsplanung für Erzieherinnen und Erzieher in Kitas den Fachkräftebedarf nicht abdecken kann. Expertenmeinungen werden in den Wind geschlagen, und auch die Erzieherinnen und Erzieher werden ignoriert. In der gegenwärtigen Planung werden aktuelle Entwicklungen, wie die Herausforderungen bei der Inklusion oder auch die steigende Zahl der Flüchtlingskinder, nicht ausreichend berücksichtigt.

Die Ausbildung an den Fachschulen des Landes kann gegenwärtig den tatsächlichen Bedarf an Personal nicht decken. Von den derzeit 350 Absolventen gehen lediglich geschätzte 65 Prozent überhaupt in die frühkindliche Bildung, sprich in die Kita. Wir brauchen verlässliche Daten darüber, wie viele überhaupt dort ankommen. Zum anderen müssen die Arbeitsbedingungen verbessert werden. Bezahlung unter Tarif, meist in Teilzeit – das ist für Berufsanfänger wenig attraktiv. Neue Streiks der Erzieherinnen und Erzieher kündigen sich deshalb bereits wieder an.

Wir drehen uns bei diesem Thema schon viel zu lange im Kreis, und das geht zu Lasten der Beschäftigten und der Qualität der frühkindlichen Bildung für alle Kinder. Deshalb appellieren wir erneut an die Landesregierung und die Träger, hier rasch tätig zu werden, die Ausbildungsplatzplanung den Erfordernissen anzupassen, die Übergangsquote zu verbessern und dafür Sorge zu tragen, dass die Absolventen hier im Land bleiben. Die Nachfrage nach qualifiziertem Personal ist bundesweit hoch. Der Fachkräftenachwuchs wird weiterhin dorthin abwandern, wo es die besten Angebote zum Arbeiten und Leben gibt.

Claudia Schreyer

Um Artikel über soziale Netzwerke weiterzuverbreiten, müssen Sie diese aktivieren - für mehr Datenschutz.


Alle Formularfelder sind erforderlich.







Alle Formularfelder sind erforderlich.

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmen Sie der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen