Besser später als nie- Elternrechte bei der Vollverpflegung endlich ernst nehmen

17. März 2015  Uncategorized

Nach wochenlangen Protesten und Kritiken seitens der Eltern, Betreiber von Kitas und Beschäftigten will die Große Koalition also endlich umsteuern und beim KiföG nachbessern.

Bereits bevor die gesetzliche Vollverpflegung in den Kitas in Kraft getreten ist, hat meine Fraktion die höchst mangelhafte Beteiligung der Eltern und andere Webfehler in dem Gesetz kritisiert und Änderungen angemahnt. Eltern wurden entweder erst kurz vor der Umsetzung der Vollverpflegung informiert oder gar nicht. Das Mitspracherecht wurde bei der Entscheidung, ob eine pauschale oder Einzelabrechnung seitens des Trägers erfolgt, oft schlicht ignoriert. Das ist ein inakzeptabler Umgang mit den Eltern.

Das sich anbahnende Umdenken der Landesregierung ist wohl eher den anhaltenden Protesten der Eltern als der Einsicht der Großkoalitionäre geschuldet. Denn bereits bei der KiföG-Novellierung 2013 hat die Linksfraktion für eine stärkere Beteiligung der Eltern plädiert (Drs. 6/2015). Wie immer haben die Großkoalitionäre in ihrer selbstherrlichen Art unseren Antrag abgelehnt. Nicht einmal zu einem Bekenntnis, die Arbeit der Elternräte zu unterstützen, konnten sich SPD und CDU durchringen. Nun ist endlich die Erkenntnis gereift, Elternbeteiligung zu stärken – besser spät als nie

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Kinderarmut muss endlich wirksam bekämpft werden

15. März 2015  Uncategorized

Zu der am Freitag erschienenen Studie der Bertelsmann-Stiftung „Der Einfluss von Armut auf die Entwicklung von Kindern“ bestätigt sich wieder einmal, wie wichtig der Kita-Besuch für die Lebensperspektiven von Kindern ist. Insbesondere die soziale Durchmischung von Kita-Gruppen bietet Gewähr dafür, dass alle Kinder Entwicklungschancen erhalten.
Ich sehe mich durch die Studienergebnisse bestätigt. Seit langem fordert Die Linke für die Kitas in Mecklenburg-Vorpommern mehr Personal und eine bessere Ausstattung. Zudem brauchen wir den Einstieg in die beitragsfreie Kita. Dass dies machbar und finanzierbar ist, zeigt das rot-rot-grün regierte Thüringen.
DIE LINKE hat für den 11. April zu einer Konferenz zur Bekämpfung von Kinder- und Jugendarmut und ihren Folgen nach Schwerin eingeladen. Ein Diskussionspunkt wird die qualitativ hochwertige und elternbeitragsfreie Kita sein.
Die Lippenbekenntnisse der rot-schwarzen Landesregierung zum Kinderland Mecklenburg-Vorpommern allein, lösen das drängende Problem zunehmender Kinderarmut nicht. DIE LINKE wird die Zeit bis zur Landtagswahl 2016 nutzen, um ein glaubwürdiges Konzept zu erarbeiten.

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Zum Teil noch große Unsicherheiten bei der Kita-Vollverpflegung

10. März 2015  Uncategorized

Bei vielen Gesprächen mit Eltern, Trägern von Einrichtungen und Mitarbeiterinnen in Kitas zur Umsetzung der Vollverpflegung wurde deutlich, dass auch zwei Monate nach der Einführung erhebliche Unsicherheiten herrschen. So fühlen sich beispielsweise Eltern überrumpelt und bevormundet. Im Landkreis Rostock berichtete eine Mutter, dass sie erst kurz vor Weihnachten über die Vollverpflegung informiert wurde und ab Januar 2015 für einen Hortplatz ihres Kindes 70 und weitere 130 Euro für das Essen zahlen muss. Das Sozialministerium wäre in der Pflicht gewesen, frühzeitig alle Beteiligten zu informieren und mitzunehmen, um solche ‚Weihnachtsüberraschungen‘ zu vermeiden.

Auch die Kosten sind mit Einführung der Vollverpflegung teilweise unverhältnismäßig angestiegen. Auf Grund der Kostensteigerungen stellen sich Eltern die Frage, ob sie sich einen Kita-Platz überhaupt noch leisten können. Wieder andere überlegen, ob sie weniger Stunden arbeiten sollten, damit die Jugendhilfe die Kosten für die Kita übernimmt. Vereinbarkeit von Familie und Beruf sieht anders aus.

Wir erwarten, dass die Vollverpflegung in den Kitas so umgesetzt wird, dass die Kinder ein gutes, gesundes Essen bekommen – zu erschwinglichen fairen Preisen und in der Perspektive für die Eltern kostenfrei.

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Mit vielen Aufgaben und Anregungen zurück nach Ludwigslust

05. März 2015  Uncategorized

WKT5-5-2015 Guestrow 3

WKT15-03-2015 Guestrow

WKTGuestrow 5-3-2015

Am vergangenen Montag, den 05.03.2015, bereisten die Sprecherin für Kinder, Jugend und Familie der Linksfraktion im Landtag, Jacqueline Bernhardt, und der Sprecher für Agrarpolitik und ländliche Räume, Prof. Dr. Fritz Tack, den Landkreis und führten eine Reihe von Fachgesprächen.

Bei BBS-Start in Bützow informierten sich die beiden Landtagsabgeordneten im Gespräch mit Monika Kuhlmann, Ulrich Gustävel und ihren Mitarbeiterinnen, wie dort ohne Reibungsverluste unter einem Dach die Jugendberufsagentur, ambulante Hilfe und weitere soziale Dienste miteinander kooperieren.

Im Anschluss daran stand ein Besuch in der Kita „De lütten Landlüüd“ in Lüssow auf dem Programm. Bevor sich die Kinder zum Mittagsschlaf zurückzogen, durften sie sich noch über ein Geschenk freuen. Frau Bernhardt überreichte ihnen ein kleines Laufrad, das natürlich sofort ausprobiert werden musste. Danach war dann ausreichend Zeit, um mit der Leiterin der Einrichtung, Ursula Dudek, und ihren Kolleginnen über die Kita, das KiFöG sowie die Probleme bei der Umsetzung der Vollverpflegung und vielen weiteren Punkten aus Kita- Sicht zu sprechen. Aus der Perspektive der Eltern wurde das Thema Vollverpflegung dann auch noch bei einem weiteren Termin in der Villa Kunterbuntin Güstrow beleuchtet. Dort sprachen die beiden Landespolitiker auch mit der Leiterin der Villa, Karen Larisch, die aus der täglichen Arbeit eine Reihe von Hinweisen zu bürokratische Hürden und Fördermöglichkeiten im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe geben konnte.

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Öffentliche Anhörung macht Defizite bei der Erzieherausbildung deutlich

25. Februar 2015  Uncategorized

Nach der öffentlichen Anhörung heute im Sozialausschuss zu der Ausbildungsplatzplanung für pädagogische Fachkräfte nach dem Kindertagesförderungsgesetz MV (KiföG) bleibt festzustellen, dass es richtig und wichtig war, dass auf Antrag meiner Fraktion diese Anhörung stattgefunden hat. Sie hat die Schwachstellen in diesem Bereich sehr deutlich aufgezeigt, bei der Ausbildungsplatzplanung für Erzieherinnen und Erzieher muss dringend nachgebessert werden.

Erforderlich ist eine Ausbildungsplatzplanung, die sich danach richtet, wie viele Erzieherinnen und Erziehern gebraucht werden. Deshalb darf auch nicht länger ein Personalschlüssel aus dem Jahr 2004 zugrunde gelegt werden. Dieser ist längst überholt, es hat drei Gesetzesänderungen mit Standardverbesserungen in den Kitas gegeben. Eine Verbesserung der Fachkraft-Kind-Relation ist natürlich mit einem höheren Bedarf an Fachkräften verbunden.

Unberücksichtigt bei der Ausbildungsplatzplanung bleibt auch, dass die Zahl der Kinder, die in der Krippe und im Hort betreut werden, stetig steigt. Die Anhörung hat deutlich gemacht, dass dies in die Planung einfließen muss, zumal die Betreuungsquoten weiter ansteigen werden. Mehr Kinder brauchen mehr Personal, nur so gelingt eine gute Bildung von Anfang an.

Die Landesregierung ist aufgefordert, eine realitätsnahe, den Standards entsprechende Ausbildungsplatzplanung auf den Weg zu bringen und diese regelmäßig fortzuschreiben.

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