Differenzierte Hilfsangebote für alle Opfer häuslicher Gewalt erforderlich

20. November 2013  Uncategorized

IMG_6433

„Schutz und Hilfe bei häuslicher und sexualisierter Gewalt“ war heute das Thema einer öffentlichen Tagung der Linksfraktion in Schwerin.

„Opfer von körperlicher und seelischer Gewalt in der Häuslichkeit sind überwiegend Frauen. Laut einer bundesweiten Studie hat jede vierte Frau einmal in ihrem Leben eine solche Gewalterfahrung in ihrem sozialen Nahraum durchleben müssen“, sagte der Vorsitzende der Linksfraktion, Helmut Holter, am Dienstag. „Häufig sind auch Kinder direkt oder indirekt betroffen, aber auch Männer haben unter häuslicher Gewalt zu leiden.“ Häusliche und sexualisierte Gewalt gebe es in allen gesellschaftlichen Schichten, und alle Opfergruppen bräuchten Hilfe, Unterstützung und Schutz. „Dieses Problem geht alle an, die Gesellschaft darf die Augen nicht davor verschließen“, betonte Holter.

Mit Blick auf die erforderliche Fortschreibung des „Landesaktionsplanes zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Kinder“ wurde deutlich, dass dabei bestimmten Opfergruppen künftig weitaus mehr Beachtung zukommen muss, es seien differenzierte Hilfsangebote erforderlich. „Die Expertinnen und Experten haben darauf verwiesen, dass Kinder, Migrantinnen, Menschen mit Behinderung, Pflegebedürftige und Suchtkranke, aber auch Seniorinnen und Männer als Opfer häuslicher Gewalt ein gezieltes spezifisches Hilfs-, Beratungs- und Schutzangebot brauchen“, sagte die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt. So gebe es noch zu viele bauliche und kommunikative, aber auch bürokratische Barrieren, die Opfer den Zugang zu Hilfe und Schutz unmöglich machten oder erschwerten.

„Ein großes Problem in allen Ländern sind ausreichende Mittel, um das Hilfesystem auf ein festes Fundament zu stellen“, so Frau Bernhardt. Deshalb sei eine bundeseinheitliche stabile Finanzierung anzustreben, um Qualität und Fachlichkeit in den Einrichtungen kontinuierlich zu verbessern und auszubauen. „Auch in MV muss das Ziel ein qualitativ hochwertiges, barrierefrei erreichbares, flächendeckendes Netz an Einrichtungen sein. Darüber hinaus muss die Öffentlichkeitsarbeit als wichtiger Teil der Prävention verstärkt werden. Die Angebote müssen differenziert ausgestaltet werden sowie rund um die Uhr für alle Opfer erreichbar sein“, betonte Frau Bernhardt

Um Artikel über soziale Netzwerke weiterzuverbreiten, müssen Sie diese aktivieren - für mehr Datenschutz.



Alle Formularfelder sind erforderlich.







Alle Formularfelder sind erforderlich.

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmen Sie der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen