Vor-Ort-Termin in Lübz: Land muss Situation der Pflege endlich verbessern

07. Mai 2019  Uncategorized

Im Vorgriff auf den internationalen Tag der Pflege, der am 12. Mai begangen wird, besuchte ich am Montag gemeinsam mit Astrid Becker, unserer Bürgermeisterkandidatin in Lübz, und Rainer Raeschke die Tagespflege in Lübz und sprach mit der Mitarbeiterin, Petra Schröder. Dort informierte ich mich über die Angebote der Lübzer Tagespflege, die in dieser Woche das einjährige Bestehen feiern kann. „Angenehme Arbeitszeiten und gute Arbeitsbedingungen machen die Tagespflege zu einem attraktiven Arbeitsplatz“, stellt Astrid Becker nach dem Besuch fest und sie ergänzt: „Das Angebot wird offenbar so gut angenommen, dass bereits über eine Angebotserweiterung nachgedacht wird“. Darüber hinaus sprachen wir auch über die angespannte Personalsituation und die Arbeitsbelastung in vielen stationären Kranken- und Altenpflegeeinrichtungen. — Ein Thema, das unsere Landtagsfraktion während der Landtagssitzung im Mai aufgreifen wird.

Beim Rundgang durch die Tagespflege Lübz (Astrid Becker, Rainer Raeschke, Jacqueline Bernhardt und Petra Schröder)

     Dazu möchte ich folgendes ausführen: „Die Folgen des demographischen Wandels zeigen sich überall in Mecklenburg-Vorpommern. Wie unter anderem in den Antworten der Landesregierung auf die Kleine Anfrage des Abgeordneten Koplin zur Personalsituation in der Pflege (Drucksache 7/3224 vom 29.3.’19) deutlich wurde, steigt die Zahl der Pflegebedürftigen. So ist im Bereich der Pflegeeinrichtungen bis zum Jahr 2035 landesweit mit einem Anstieg auf 110.000 bis 140.000 Pflegebedürftige zu rechnen. Im Durchschnitt des Jahres 2018 sowie im ersten Quartal des Jahres 2019 waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit rund 650 Pflegestellen im Land unbesetzt. Expert*innen schätzen die Zahl der tatsächlich benötigten Pflegekräfte noch weitaus höher ein. Der Personalmangel führt zu einer größer werdenden Versorgungslücke bei den Pflegedienstleistungen. Wenn von Seiten der Landespolitik nicht endlich gehandelt wird, droht ein Personalnotstand.
     Dringend benötigt werden eine deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Entlohnung des Pflegeberufes, die Gewinnung neuer Pflegefachkräfte, die Erhöhung der Ausbildungsplatzkapazitäten und das Schaffen neuer Stellen im Bereich der Pflege. Um die IST-Situation realistisch einschätzen zu können und um den tatsächlichen Bedarf im Land und seinen Teilregionen zu ermitteln und diesem entsprechen zu können, ist es erforderlich, umgehend eine Pflegepersonalbedarfsplanung in Abstimmung mit den Kommunen zu erarbeiten.“

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