Das gab’s ja noch nie …

30. November 2018  Uncategorized

… die große Politik kommt auch außerhalb des Wahlkampfes zu uns ins Dorf und will mit uns reden. So wurde ich am Donnerstag freudig im Storchendorf Mestlin auf meiner „Aus dem Landtag aufs Land“-Tour begrüßt. In Mestlin lud ich wieder die interessierte Öffentlichkeit unter dem Motto #vorOrt zum Gespräch, zum Gedankenaustausch auf den Marx-Engels-Platz ein. Zuvor informierte ich mich ab 15 Uhr bei Catarina Mantwill über den Jugendclub und sprach im Anschluss daran ab 16 Uhr mit der Bürgermeisterin, Verena Nörenberg-Kolbow, und weiteren Mitstreitenden aus der Gemeinde.

… beim Rundgang durch den Jugendclub mit Catarina Mantwill

Wir haben in Mestlin, so wie in vielen anderen Gemeinden, wieder viele Themen diskutiert; – Digitalisierung, Ehrenamt, ÖPNV und natürlich auch die kommunale Finanzausstattung. Ohne genehmigten Haushalt und unter vorläufiger Haushaltsführung kann die Gemeinde den Mangel nur verwalten. Ziel ist es den Standort durch den Erhalt von Infrastruktur, von Einkaufsmöglichkeiten, über medizinische Versorgung und Schule bis zum Wohnen attraktiv zu erhalten. Sofern das Land die Finanzausstattung der Kommunen nicht grundlegend verbessert und eine Lösung für die Sanierung und weitere Nutzung des Denkmalensembles gefunden wird, bleibt es schwierig.

(v.l.n.r.) A. Gordon, C. Stauß, V. Nörenberg-Kolbow [Brgmn], M-G. Bölsche, G. Höfe [Schulleiterin], J. Bernhard

     Die Akteure im ländlichen Raum haben zunehmend den Eindruck, abgehängt zu sein; die die Landespolitik konzentriere sich immer stärker auf die Zentren. Ob die Zugehörigkeit zu einer ,Region mit besonderen Herausforderungen’ tatsächlich die eigenen Entwicklungsmöglichkeiten verbessern wird, hat vor Ort noch nicht alle überzeugen können. Nachdem gestern im Kulturhaus der Fördermittelbescheid für eine umfangreiche Bürgerbeteiligung übergeben worden ist, bleibt zu hoffen, dass durch die anstehende Leitbilderarbeitung für das Amt Goldberg-Mildentz neue Impulse gesetzt werden können. Claudia Stauß, vom Denkmal Kultur Mestlin e.V., glaubt nicht, dass es hilft auf einen Goldregen zu warten, um dann die Probleme vor Ort angehen zu können. Sie ist davon überzeugt, dass sich vor Ort etwas verändern lässt, wenn aus eigener Kraft angefangen wird. Wenn Dritte sehen, dass tatsächlich etwas entsteht, kommen auch Anerkennung, Unterstützung und sogar Geld für weitere Aufgaben. Das Land, die Politik erscheint ihr in dieser Frage allerdings allzu zögerlich und zurückhaltend. Um die Initiativkraft in der Fläche zu stärken, wäre nach ihrer Auffassung eine bessere Unterstützung der Vereine und Verbände beispielsweise durch eine finanzielle Grundausstattung und/oder Stammstellenförderung wünschenswert.

(v.l.n.r.) A. Gordon, C. Stauß, V. Nörenberg-Kolbow, M-G. Bölsche, G. Höfe [verdeckt], J. Bernhard

Sowohl für die Schulen, als auch bei der Freizeitgestaltung und Sozialarbeit mit Kindern und Jugendlichen bleibt die Frage der Mobilität offenbar auch weiterhin eine echte Herausforderung im ländlichen Raum.

Andre Gerdon, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Mildenitz GmbH, berichtet einerseits von Erfolgen, wie einer in den letzten Jahren deutlich gesunkenen Leerstandquote, andererseits sorgen drückende Altschulden und ein herausfordernder Wohnungsmarkt dafür, dass das Unternehmen dem vorhandenen Investitionsstau in nur sehr kleinen Schritten begegnen kann. Aus eigener Kraft, ohne Unterstützung von außen, wird das Unternehmen die eigene Lage kaum grundlegend verändern können. — Die aufgeworfenen Problemlagen und Aufgabe werde ich noch einmal mit in den Kreis- bzw. Landtag nehmen. — Wir bleiben dran.

Öffentliches Forum vor dem Kulturhaus in Mestlin

Ich stelle immer wieder fest: Es ist wichtig, dass wir miteinander reden, anstatt übereinander. Wir wollen mit den Einwohnerinnen und Einwohnern bei Spiel, Spaß und Politik eine schöne Zeit verbringen. Bei Kaffee, Kuchen und zu dieser Jahreszeit ein wenig Glühwein können wir gute Gespräche führen. Dafür trotzen wir notfalls auch dem schlechten Wetter und eisigen Temperaturen. Nur so können Missverständnisse ausgeräumt werden, nur so können wir uns als Kommunal- und Landespolitikerinnen bzw. -politiker glaubhaft für die Lösung der Probleme vor Ort einsetzen.

… Zeit für Gespräche

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