Heranwachsenden den Lebensweg nicht verbauen

07. Juni 2018  Uncategorized

Die geistige Reife Heranwachsender muss auch weiterhin das entscheidende Kriterium sein, wenn es darum geht, ob das Erwachsenenstrafrecht zur Anwendung kommen soll. So sehe ich das Bestreben von Justizministerin Katy Hoffmeister, das Jugendstrafrecht für 18- bis 21-jährige nur noch in Ausnahmefällen anzuwenden, als falsch an. Eine grundsätzliche Anwendung des Erwachsenenstrafrechts ist kriminologisch nicht begründet und würde manchem Heranwachsenden den Lebensweg massiv verbauen.

Der Vorschlag der Justizministerin ist purer Aktionismus und wird keinen Heranwachsenden von Straftaten abschrecken. Es gilt als erwiesen, dass vielmehr die Wahrscheinlichkeit der Tataufklärung abschreckend wirkt als die Höhe der angedrohten Strafe. Würde das Justizministerium die auch nach den letzten Haushaltberatungen noch fehlenden 30 Staatsanwälte im Land einstellen, könnte es auf derartigen Aktionismus verzichten.

Um Artikel über soziale Netzwerke weiterzuverbreiten, müssen Sie diese aktivieren - für mehr Datenschutz.



Alle Formularfelder sind erforderlich.







Alle Formularfelder sind erforderlich.

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmen Sie der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen