Besuch bei Frau Dr. Seemann Bürgermeisterin von Wittenburg

09. Mai 2017  Uncategorized

Am Donnerstag konnte ich einen schon lange zugesagten Besuch bei der Bürgermeisterin von Wittenburg, Dr. Margret Seemann, erfüllen.

Vor Ort informierte ich mich bei meiner ehemaligen Landtagskollegin unter anderem über die Fachkräftesituation im Kita- Bereich. Der Fachkräftemangel ist ein großes Problem. „Chancengleiche und gute Bildung von Anfang an sind ein wichtiger Grundpfeiler im Leben eines Menschen.“, so Margret Seemann. Besonders erfreut nahm ich zur Kenntnis, dass die Stadt Wittenburg noch eine der drei Kitas in kommunaler Trägerschaft hat.  Leider ist das in Mecklenburg-Vorpommern nicht Alltag. Nur noch 17 % der Kitas befinden sich in kommunaler Trägerschaft. Als ein besonderes Problem nannte die Bürgermeisterin die Sicherung des Fachkräftebedarfs in den Kindertagesstätten des Amtes. Da kaum ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher auf dem Markt sind, musste bereits mit kurzfristigen Stundenerhöhung für die beschäftigten Mitarbeitenden reagiert werden. Langfristig könne jedoch nur mit der Erhöhung der Attraktivität des Erzieherberufs sowie mit Investitionen in die räumlichen Kapazitäten derartigen personellen Engpässen begegnet werden. Die Stadt Wittenburg plant einen Anbau an die Grundschule am Friedensring, um dem Bedarf an Schulräumen, aber auch an Hortplätzen künftig gerechter zu werden. Gleichzeitig soll die im Rahmen der UN-Behindertenrechtskonvention geforderte Barrierefreiheit hergestellt werden. Außerdem diskutierten wir die voraussichtlichen Auswirkungen der geplanten Neufassung des Finanzausgleichsgesetzes [FAG]. Einig waren wir uns beide in der Einschätzung, dass die wirtschaftlich starken Kommunen natürlich solidarisch den wirtschaftlich schwächeren unter die Arme greifen müssen. Es ist jedoch nicht zielführend, wenn die wenigen wirtschaftlich starken Regionen durch finanzielle Einschnitte ins Straucheln gebracht werden. Das hätte letztlich Auswirkungen auf die finanzielle Situation aller Kommunen, zumal es völlig unklar ist, ob anderswo der wirtschaftliche Motor dann wirklich anspringt. Gemeinden und Landkreis sitzen im Zusammenhang mit der geplanten Novelle des FAG in einem Boot und müssen gemeinsam gegenüber den Landtagsabgeordneten ihre Forderung nach einem fairen und den Kommunen Entwicklungsspielräume lassende Gesetzesänderung Ausdruck verleihen.

 

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