Uncategorized

Kostenfreiheit und dringend notwendige Qualitätsverbesserungen dürfen sich nicht ausschließen

10. April 2019  Uncategorized

Zur heutigen Ersten Lesung des Gesetzentwurfes zur Änderung des Kindertagesförderungsgesetzes und der damit bevorstehenden beitragsfreien Kita im Landtag:

Ich freue mich sehr, dass die beitragsfreie Kita nun endlich kommen soll. Eine uralte linke Kernforderung wird damit erfüllt. Das ist ein gutes Zeichen an die Familien in Mecklenburg-Vorpommern, die nicht mehr in benachbarte Bundesländer schauen müssen, sondern hier in Mecklenburg-Vorpommern von den Kosten für den Kita-Besuch freigestellt werden. 400,- bis 500,- Euro pro Monat mehr in der Familienkasse zu haben, eröffnet den Familien Spielräumen für alltägliche Sachen oder doch einmal in den Jahresurlaub zu fahren. Die kostenfreie Kita ist vor allem aber für die Kinder in Mecklenburg-Vorpommern ein gutes Zeichen, denen so chancengleiche Bildungsmöglichkeiten von der Kita über die Schule bis zur Ausbildung oder Hochschule geboten werden. 

Bei aller Euphorie darf jedoch nicht die Qualität nicht aus den Augen verloren werden. Eine Beitragsfreiheit, die zu Lasten der Qualität geht, ist nicht viel wert. Seit Jahren bekommen die Erzieherinnen und Erzieher immer weitere Aufgaben übertragen: Bildung, vollwertiges Essen, Demokratieerziehung, Zähneputzen. Und nun sollen die Erzieherinnen und Erzieher auch noch die Hausaufgaben in den Kitas erledigen. Das alles braucht Zeit. Zeit, die niemals eingeräumt wurde, etwa durch kleinere Gruppen. Warum? Weil es das Land verpasst hat, ausreichend Erzieherinnen und Erzieher auszubilden. In der Folge scheitert jede Fachkraft-Kind-Senkung am Fachkraftmangel. Hier muss eine Strategie her, wo wir hinwollen. Dementsprechend müssen wir dann die Erzieherinnen und Erzieher ausbilden. Auch darüber müssen wir im Gesetzgebungsverfahren reden.

Um Artikel über soziale Netzwerke weiterzuverbreiten, müssen Sie diese aktivieren - für mehr Datenschutz.

Kita, Kuchen und eine Burg

10. April 2019  Uncategorized

Ich traf mich im Rahmen meiner #vorOrt-Tour gemeinsam mit den Kreistagskandidaten Dörte Stallgies und Tony Schroeder mit der Bürgermeisterin von Neustadt-Glewe, Doreen Randelow. Hauptthemen des Gesprächs waren die örtlichen Kitas und die kommende Beitragsfreiheit. Natürlich ist die Beitragsfreiheit der Kitas ein längst überfälliger Schritt. 

Allerdings dürfe bei aller Euphorie nicht die Qualität der Betreuung aus den Augen gelassen werden. Nach Auffassung vieler Eltern, sei diese wichtiger als die Beitragsfreiheit an sich. Wir brauchen in den Kitas mehr und gut qualifiziertes Personal. Durch die Kostenfreiheit sei zu erwarten, dass das Kita-Angebot im größeren Umfang als bisher in Anspruch genommen werde. Soll es zu keinen Qualitätsverlusten kommen, müsse hier personell nachgesteuert werden. 

Dieses Personal zu akquirieren, wird eine der großen Herausforderungen der nächsten Jahre sein. Der Arbeitsmarkt gäbe momentan einfach nicht genug Fachkräfte her. Hier müsse dringend gegengesteuert werden. 

Um Artikel über soziale Netzwerke weiterzuverbreiten, müssen Sie diese aktivieren - für mehr Datenschutz.

Ländlichen Raum unterstützen – von Wohnungsunternehmen bis Kulturschaffenden

07. April 2019  Uncategorized

Am Freitag besuchte ich die Wohnungsgesellschaft Goldberg und sprach mit der Geschäftsführerin, Annette Lackmann. Dort informierte ich mich sich über den Wohnungsmarkt in Goldberg und die Herausforderungen von Wohnungsunternehmen im ländlichem Raum. Von den circa 800 eigenen Wohnungen stehen circa 14 % leer. Die vorhandenen Leerstände sind kaum vermarktbar. Da ein großer Teil der Wohnungen an Seniorinnen und Senioren vermietet ist, besteht großer Bedarf diese barrierefrei umzugestalten. Hier benötigen die kleineren Unternehmen im ländlichen Raum Unterstützung bei Investitionen in den Bestand, für Sanierung, für einen barrierefreien Umbau, um ein ansprechendes, modernes Wohnen zu ermöglichen. Fördermittel fließen aber fast ausschließlich an größere Gesellschaften mit geringen Leerstandsquoten in den Mittel- und Oberzentren. Die Unternehmen, die am dringendsten auf Hilfe angewiesen sind, werden allein gelassen. –– Eine Problematik, die ich mit in den Landtag nehmen werde.

     Einen weiteren Gesprächstermin nahm ich mit der Kreistagsabgeordneten der Linken, Barbara Borchardt, bei Goldbergkunst wahr. Dort sprachen wir mit Gerhard Stromberg und Brigit Schröder, die den Verein im Jahr 2011 mit sieben Mitstreitenden gründeten, um Künstlerinnen und Künstler mit Ausstellungs-, Arbeits- und Auftrittsmöglichkeiten zu unterstützen. Inzwischen ist die Zahl der Vereinsmitglieder auf etwa 45 angestiegen. Der Verein will mit Kunst und Kultur einen wichtigen Beitrag zum Leben der Menschen leisten und die Lebensqualität in Goldberg und Umgebung nachhaltig verbessern. Herr Stromberg und Frau Schröder konnten von vielen erfolgreichen Projekten und Veranstaltungen berichten, sie haben jedoch auch deutlich gemacht, dass der Verein nicht immer mit Rückenwind vorangebracht wurde. So lobenswert die Arbeit des Vereins ist, so bedauerlich ist es, dass die Akteure wenig Unterstützung bekommen und vieles aus eigenen Kraft aufbringen. Besonders da gerade diese Menschen den ländlichen Raum mit ihren Angebot bereichern. – Wir müssen Synergien finden und nutzen. Es ist niemals hilfreich, wenn wir uns im ländlichen Raum gegenseitig das Wasser abgraben.

… und anschließend habe ich dann noch die Goldbergerinnen und Golderberg zu Kaffee, Kuchen und netten Gesprächen eingeladen:

Um Artikel über soziale Netzwerke weiterzuverbreiten, müssen Sie diese aktivieren - für mehr Datenschutz.

Wer A sagt, muss auch B sagen – Opferambulanzen bedarfsgerecht ausstatten

03. April 2019  Uncategorized

Zur heutigen Auswertung des Expertengesprächs im Sozialausschuss zu den Opferambulanzen:

Die zwei Opferambulanzen in Mecklenburg- Vorpommern an den rechtsmedizinischen Instituten in Greifswald und Rostock leisten einen wichtigen Beitrag zur beweissicheren Dokumentation von Verletzungen durch Straftaten. Sie sind deshalb ein unverzichtbarer Teil des Hilfenetzes. Seit 2010 wurde dieses Angebot immer stärker gefördert, zuletzt im Doppelhaushalt 2017/2018 durch 80.000 Euro pro Jahr, wodurch pro Institut eine halbe Stelle gefördert wurde. 

Allerdings machte das Expertengespräch deutlich, dass dieses Angebot in den letzten Jahren immer stärker genutzt wird. Wurden im Jahr 2014 noch 212 in den Opferambulanzen untersucht, waren es 2017 353 Fälle. Mit der derzeitigen Finanzierung reicht das Personal nicht mehr aus, um dieses Arbeitsvolumen abzudecken. Deshalb hat meine Fraktion die Aufstockung auf eine Stelle pro Institut beantragt und dass die bisher durch die Mitarbeiter selbst finanzierten Fahrtkosten endlich übernommen werden.

Leider lehnten die Fraktionen von SPD; CDU und BMV dieses Anliegen ab. Stattdessen lag ein Antrag der Fraktionen von SPD und CDU vor, dass die Jugendämter dieses Angebot stärker nutzen sollen. Das ist im Ansatz richtig. Wenn die Opferambulanzen mit den personellen Mitteln aber jetzt schon signalisieren, dass sie das Arbeitsvolumen mit dem vorhandenen Personal abdecken, stellt sich mir die Frage, wie das sichergestellt werden soll, wenn auch Jugendämter dieses Angebot noch stärker nutzen.

Dieses Agieren von SPD und CDU ist halbherzig und erfolgt zu Lasten der Mitarbeiter in den Opferambulanzen und zu Lasten des Hilfesystems insgesamt. Dies ist ein falsches Zeichen.

Um Artikel über soziale Netzwerke weiterzuverbreiten, müssen Sie diese aktivieren - für mehr Datenschutz.

Wer A sagt, muss auch B sagen – Opferambulanzen bedarfsgerecht ausstatten

03. April 2019  Uncategorized


Zur heutigen Auswertung des Expertengesprächs im Sozialausschuss zu den Opferambulanzen:

„Die zwei Opferambulanzen in Mecklenburg- Vorpommern an den rechtsmedizinischen Instituten in Greifswald und Rostock leisten einen wichtigen Beitrag zur beweissicheren Dokumentation von Verletzungen durch Straftaten. Sie sind deshalb ein unverzichtbarer Teil des Hilfenetzes. Seit 2010 wurde dieses Angebot immer stärker gefördert, zuletzt im Doppelhaushalt 2017/2018 durch 80.000 Euro pro Jahr, wodurch pro Institut eine halbe Stelle gefördert wurde. 

Allerdings machte das Expertengespräch deutlich, dass dieses Angebot in den letzten Jahren immer stärker genutzt wird. Wurden im Jahr 2014 noch 212 in den Opferambulanzen untersucht, waren es 2017 353 Fälle. Mit der derzeitigen Finanzierung reicht das Personal nicht mehr aus, um dieses Arbeitsvolumen abzudecken. Deshalb hat meine Fraktion die Aufstockung auf eine Stelle pro Institut beantragt und dass die bisher durch die Mitarbeiter selbst finanzierten Fahrtkosten endlich übernommen werden.

Leider lehnten die Fraktionen von SPD; CDU und BMV dieses Anliegen ab. Stattdessen lag ein Antrag der Fraktionen von SPD und CDU vor, dass die Jugendämter dieses Angebot stärker nutzen sollen. Das ist im Ansatz richtig. Wenn die Opferambulanzen mit den personellen Mitteln aber jetzt schon signalisieren, dass sie das Arbeitsvolumen mit dem vorhandenen Personal abdecken, stellt sich mir die Frage, wie das sichergestellt werden soll, wenn auch Jugendämter dieses Angebot noch stärker nutzen.

Dieses Agieren von SPD und CDU ist halbherzig und erfolgt zu Lasten der Mitarbeiter in den Opferambulanzen und zu Lasten des Hilfesystems insgesamt. Dies ist ein falsches Zeichen.“, so Bernhardt am Mittwoch.

Um Artikel über soziale Netzwerke weiterzuverbreiten, müssen Sie diese aktivieren - für mehr Datenschutz.


Alle Formularfelder sind erforderlich.







Alle Formularfelder sind erforderlich.

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmen Sie der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen